Arbeitsplatzbeleuchtung und Lux: So viel Licht ist ideal
Arbeitsplatzbeleuchtung: Wie viel Lux sind sinnvoll?
Gutes Licht am Arbeitsplatz erleichtert das Lesen und Schreiben, unterstützt konzentriertes Arbeiten und kann die Augen entlasten. Entscheidend ist dabei nicht allein, wie hell eine Lampe wirkt: Die Beleuchtungsstärke auf der Arbeitsfläche, gemessen in Lux, muss zur jeweiligen Tätigkeit passen. Für typische Büroarbeiten gelten meist 500 Lux auf der Arbeitsfläche als Richtwert.
Was bedeutet Lux?
Lux (lx) beschreibt, wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche fällt. Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter. Während Lumen die gesamte Lichtmenge einer Lampe angeben, sagt der Luxwert aus, wie hell es an einem konkreten Ort ist.
Eine Lampe mit hoher Lumenangabe sorgt also nicht automatisch für ausreichend Licht auf dem Schreibtisch. Abstand, Ausrichtung, Raumfarben und Lampenschirm beeinflussen ebenfalls, wie viel Licht die Arbeitsfläche erreicht.
Wie viele Lux braucht ein Arbeitsplatz?
Der passende Wert hängt von der Tätigkeit ab. Für viele gewöhnliche Büroaufgaben – etwa Lesen, Schreiben und Bildschirmarbeit – werden 500 Lux auf der Arbeitsfläche angesetzt. Je nach Sehaufgabe und Arbeitsbereich können andere Anforderungen gelten.
- Allgemeine Büroarbeit: häufig 500 Lux auf der Arbeitsfläche
- Umfeld des Arbeitsplatzes: sollte nicht deutlich dunkler sein als die Arbeitsfläche
- Feine oder besonders anspruchsvolle Sehaufgaben: können eine höhere Beleuchtungsstärke erfordern
Die konkreten Anforderungen richten sich nach der Tätigkeit und dem jeweiligen Arbeitsbereich. In Deutschland geben unter anderem die Arbeitsstättenverordnung und die Technische Regel ASR A3.4 Orientierung; die Norm DIN EN 12464-1 behandelt die Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen. Bei der Planung eines betrieblichen Arbeitsplatzes sollten die jeweils geltenden Vorgaben geprüft werden.
Warum die Luxzahl allein nicht genügt
Eine hohe Beleuchtungsstärke ist nicht automatisch gleichbedeutend mit gutem Licht. Auch diese Faktoren spielen eine wichtige Rolle:
- Gleichmäßigkeit: Starke Helligkeitsunterschiede zwischen Schreibtisch und Umgebung können unangenehm sein.
- Blendung: Sichtbare, sehr helle Lichtquellen oder Spiegelungen auf dem Bildschirm stören die Arbeit.
- Farbwiedergabe: Eine gute Farbwiedergabe ist besonders wichtig, wenn Farben zuverlässig beurteilt werden müssen.
- Lichtfarbe: Neutralweißes Licht wird häufig als sachlich und arbeitsgeeignet empfunden. Die passende Lichtfarbe ist jedoch auch eine Frage der Tätigkeit und des persönlichen Empfindens.
- Flimmern: Minderwertige oder ungeeignete Leuchten können sichtbares oder kaum wahrnehmbares Flimmern verursachen.
Bildschirmarbeitsplatz richtig beleuchten
Am Bildschirmarbeitsplatz sollte das Licht gleichmäßig sein und weder direkt in die Augen noch störend auf den Monitor fallen. Positionieren Sie den Bildschirm möglichst so, dass Fenster nicht direkt davor oder dahinter liegen. Außenjalousien oder Vorhänge können helfen, starke Helligkeitsunterschiede und Spiegelungen zu reduzieren.
Eine Kombination aus guter Raumbeleuchtung und einer verstellbaren Schreibtischleuchte ist oft praktisch. Richten Sie die Leuchte so aus, dass sie die Arbeitsfläche erhellt, ohne auf dem Bildschirm zu spiegeln. Für Rechtshänder ist eine Lichtquelle häufig links vom Arbeitsplatz angenehm; Linkshänder platzieren sie oft rechts, damit die Hand beim Schreiben keinen störenden Schatten wirft.
Tageslicht und künstliche Beleuchtung kombinieren
Tageslicht ist angenehm und verändert sich im Laufe des Tages. Es sollte die künstliche Beleuchtung jedoch nicht ersetzen, denn seine Stärke hängt von Wetter, Jahreszeit und Fensterlage ab. Eine gute Beleuchtungslösung ergänzt das Tageslicht und sorgt auch bei bedecktem Himmel oder in den Abendstunden für ausreichend Helligkeit.
Dimmbare Leuchten oder eine bedarfsgerechte Steuerung erleichtern es, das Licht an die jeweilige Situation anzupassen. Wichtig ist, dass die Arbeitsfläche auch bei reduzierter Raumbeleuchtung ausreichend hell bleibt.
Beleuchtungsstärke am Schreibtisch messen
Ein Luxmeter kann zeigen, wie viel Licht tatsächlich auf der Arbeitsfläche ankommt. Für eine aussagekräftige Messung wird der Sensor auf Höhe der Arbeitsfläche platziert und nach oben ausgerichtet. Messen Sie an mehreren Stellen – zum Beispiel in der Mitte und an den Rändern des Schreibtischs –, denn die Beleuchtung kann ungleichmäßig verteilt sein.
Smartphone-Apps können eine grobe Orientierung bieten, ersetzen aber kein zuverlässiges Messgerät. Für die Beurteilung eines betrieblichen Arbeitsplatzes sollte die Messung fachgerecht und nach den geltenden Anforderungen erfolgen.
Fazit: Arbeitsplatzbeleuchtung passend planen
Für typische Büroarbeiten sind 500 Lux auf der Arbeitsfläche ein wichtiger Richtwert. Ebenso wichtig sind eine gleichmäßige Ausleuchtung, geringer Blendungsgrad und eine sinnvolle Positionierung der Leuchten. Wer Tageslicht und künstliche Beleuchtung gut kombiniert und die tatsächliche Helligkeit am Schreibtisch überprüft, schafft bessere Voraussetzungen für angenehmes und konzentriertes Arbeiten.
5 Tipps zur optimalen Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz
- Für Büroarbeit am Schreibtisch sind meist etwa 500 lx empfehlenswert.
- Feine Detailarbeiten benötigen oft 750 bis 1.000 lx.
- Miss die Beleuchtungsstärke direkt auf der Arbeitsfläche.
- Vermeide Blendung und störende Spiegelungen auf dem Bildschirm.
- Nutze Tageslicht und blendfreie Zusatzleuchten flexibel.
Für Büroarbeit am Schreibtisch sind meist etwa 500 lx empfehlenswert.
Für Büroarbeit am Schreibtisch sind meist etwa 500 Lux (lx) auf der Arbeitsfläche empfehlenswert. Dieser Richtwert bietet in der Regel ausreichend Helligkeit für Tätigkeiten wie Lesen, Schreiben und die Arbeit mit Unterlagen. Achten Sie zugleich auf eine gleichmäßige Ausleuchtung und vermeiden Sie Blendungen sowie Spiegelungen auf dem Bildschirm, damit das Licht angenehm bleibt.
Feine Detailarbeiten benötigen oft 750 bis 1.000 lx.
Bei feinen Detailarbeiten, etwa beim Zeichnen, Prüfen kleiner Bauteile oder Lesen sehr kleingedruckter Texte, kann eine Beleuchtungsstärke von etwa 750 bis 1.000 lx sinnvoll sein. Eine flexibel ausrichtbare Arbeitsplatzleuchte hilft, das Licht gezielt auf die Arbeitsfläche zu lenken. Achten Sie dabei auf eine gleichmäßige Ausleuchtung und vermeiden Sie Blendung sowie störende Schatten.
Miss die Beleuchtungsstärke direkt auf der Arbeitsfläche.
Miss die Beleuchtungsstärke direkt auf der Arbeitsfläche – nur dort zeigt sich, wie viel Licht tatsächlich für deine Tätigkeit ankommt. Platziere ein Luxmeter auf dem Schreibtisch und richte den Sensor nach oben aus. Da die Helligkeit nicht überall gleich ist, lohnt es sich, an mehreren Stellen zu messen. So erkennst du, ob dein Arbeitsplatz ausreichend und gleichmäßig beleuchtet ist oder ob du die Leuchte anders ausrichten beziehungsweise ergänzen solltest.
Vermeide Blendung und störende Spiegelungen auf dem Bildschirm.
Vermeide Blendung und störende Spiegelungen auf dem Bildschirm, indem du Leuchten so ausrichtest, dass sie nicht direkt in deine Augen oder auf den Monitor strahlen. Platziere den Bildschirm möglichst seitlich zum Fenster und nutze bei Bedarf Vorhänge oder Jalousien, um starkes Tageslicht abzumildern. Eine gleichmäßige Beleuchtung mit etwa 500 Lux auf der Arbeitsfläche hilft, harte Helligkeitskontraste zu reduzieren und angenehmer zu arbeiten.
Nutze Tageslicht und blendfreie Zusatzleuchten flexibel.
Nutzen Sie Tageslicht so gut wie möglich und ergänzen Sie es bei Bedarf mit blendfreien, flexibel ausrichtbaren Leuchten. Eine verstellbare Schreibtischlampe hilft, die Arbeitsfläche gezielt auszuleuchten, ohne Licht direkt in die Augen oder störende Reflexionen auf dem Bildschirm zu lenken. Passen Sie die Beleuchtung im Laufe des Tages an wechselnde Lichtverhältnisse an, damit Ihr Arbeitsplatz gleichmäßig und angenehm hell bleibt.
